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Fahrgastzählung im Verkehrswesen: Warum ist die Scan-Technologie herkömmlichen Zählgeräten überlegen?

  • 10. März
  • 7 Min. Lesezeit

Der Reisekomfort ist heute ein wichtiges Kriterium für die Zufriedenheit und steht daher im Mittelpunkt der Bemühungen der Verkehrsbetriebe. Diese müssen den Alltag der Reisenden verbessern, um sie dazu zu bewegen, für ihre Fortbewegung den öffentlichen Nahverkehr zu bevorzugen, zumal die ökologische und energetische Situation uns dazu zwingt, auf sanftere Mobilitätsformen zurückzugreifen, d. h. auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie den öffentlichen Nahverkehr.


Der aktuelle Kontext ist daher mehr denn je günstig für die Fahrgastzählung! Tatsächlich hat dies einen doppelten Nutzen: Einerseits werden dadurch die Fahrgastinformationen in Echtzeit verbessert, was den Komfort und den Alltag der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel erhöht und diese zu ihrem bevorzugten Verkehrsmittel macht. Andererseits können die Verkehrsbetriebe die Auslastung der U-Bahnen zeitlich und räumlich untersuchen, um die Relevanz ihres Verkehrsplans anzupassen!



Es gibt eine Vielzahl von Zählsystemen, die für den Transportsektor geeignet sind, sodass die Auswahl manchmal schwierig ist... Es gibt jedoch eines, das sich besonders hervorhebt: das Zählsystem per Scan! Bevor wir Ihnen erklären, warum, geben wir Ihnen einen Überblick über alle auf dem Markt verfügbaren Technologien.


Welche Systeme gibt es zur Zählung von Fahrgästen im Verkehrswesen?


Verkehrsbetriebe haben die Wahl zwischen verschiedenen Lösungen zur Zählung ihrer Fahrgäste. Viele davon weisen jedoch Einschränkungen auf, die die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der gemeldeten Daten in Frage stellen.


Manuelle Fahrgastzählung


Obwohl dies eines der am einfachsten zu implementierenden Systeme ist, hat es zahlreiche Nachteile. Die manuelle Fahrgastzählung erfolgt durch punktuelle Erhebungen über einen Zeitraum, der als „repräsentativ” für die Realität angesehen wird, dies aber nicht unbedingt ist... Denn die Daten zum Fahrgastaufkommen können durch Streiks, technische Zwischenfälle oder andere Ereignisse verzerrt sein. Außerdem ist der Personalaufwand relativ hoch, da an jedem Ein- und Ausgang ein Mitarbeiter benötigt wird. Die Genauigkeit der Daten hängt auch von den Mitarbeitern, ihrer Aufmerksamkeit, ihrer Verfügbarkeit und ihrer ordnungsgemäßen Archivierung ab.


Schließlich ist die Relevanz der manuellen Zählung fraglich, da es unmöglich ist, den Nutzern Informationen über die Passagierzahlen in Echtzeit zur Verfügung zu stellen oder diese sogar automatisch auf einer Plattform zu speichern, damit sie von den Verkehrsbetrieben sofort genutzt werden können.


Partizipative Daten


Die Technik der partizipativen Daten basiert in den meisten Fällen auf Informationen, die von den Fahrgästen über eine mobile Anwendung eingegeben werden. Leider geben die Nutzer die Auslastung im Allgemeinen nicht systematisch an, geschweige denn in Echtzeit. Bei starker Auslastung kann es für die Fahrgäste schwierig sein, auf ihr Smartphone zuzugreifen, um die Auslastung anzugeben. Außerdem kann der Zugang zum 3G/4G-Netz in unterirdischen Umgebungen eingeschränkt sein. In diesem Fall werden sie die Informationen wahrscheinlich nachträglich übermitteln, was zu einer erheblichen Verfälschung der Daten führt.


Zählung über WLAN oder Bluetooth (Beacons)


Auch diese Geräte sind einfach zu installieren und kostengünstig. Allerdings ist die Genauigkeit der Daten geringer, da die Zählung auf der Verhältnisbereinigung der Anzahl der Personen basiert, die die WLAN- oder Bluetooth-Option auf ihrem Smartphone aktiviert haben, und nicht auf der Messung jeder einzelnen Person, die den Zählbereich betritt. Außerdem ist es nicht möglich, den genauen Zählbereich abzugrenzen, sodass die Daten kaum verwertbar sind.


Zählzellen an den Türen


Derzeit ist die Zählung an den Türen die von Verkehrsbetrieben am häufigsten verwendete Lösung. Die Zählung kann je nach Fall mit Infrarot-Technologie oder einer 3D-Kamera erfolgen. Diese Zählzellen sind jedoch bei weitem nicht perfekt, da ihre Installation zeitaufwändig und kostspielig ist und sie von der Qualität des 3G/4G-Netzes in einer unterirdischen Umgebung abhängig sind, was ihre Zuverlässigkeit stark beeinträchtigt. Darüber hinaus erschwert die mögliche Bewegung der Fahrgäste in den Zügen die Zählung.


Wie Sie sehen, ermöglichen all diese Geräte keine effiziente Zählung der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln und keine Übermittlung zuverlässiger Fahrgastinformationen wie der genauen Auslastung in Echtzeit.


Was sind die Grenzen dieser Zählsysteme?

Zähltechnologien im Verkehrswesen

Funktionsprinzip

Grenzen

und Nachteile

Manuelle Zählung

Beamte zählen punktuell die Passagiere.

  • Hohe Arbeitskosten

  • Menschliche Verzerrung aufgrund der Konzentration

  • Keine Echtzeitdaten (funktioniert für punktuelle Analysen)

  • Gibt bei Zwischenfällen oder Streiks nicht die Realität wieder

Partizipative Daten

Die Nutzer geben über eine App Auskunft über die Besucherzahlen.

  • Abhängig vom guten Willen der Nutzer

  • Es ist schwierig, sein Handy herauszuholen, wenn der Zug überfüllt ist.

  • Probleme mit der 3G/4G-Verbindung führen zu einer Verzögerung der Datenübertragung.

WLAN-/Bluetooth-Zählung

Erkennung von Smartphones mit aktiviertem WLAN oder Bluetooth zur Schätzung der Besucherzahlen.

  • Ungenauigkeit: basiert auf einer Hochrechnung und nicht auf einer tatsächlichen Zählung von Personen.

  • Es ist nicht möglich, einen sehr genauen Zählbereich abzugrenzen (Signalüberlauf).

Zählzellen (3D)

Sensoren, die über den Türen im Inneren von U-Bahn-/Busfahrzeugen installiert sind.

  • Langwierig und sehr kostspielig bei der Einführung in einer gesamten Flotte.

  • Die Bewegung der Passagiere innerhalb des Zuges verfälscht die Messungen.

  • Verlust der Zuverlässigkeit aufgrund von 3G/4G-Ausfällen in unterirdischen Bereichen (integriertes System).

Zählung der Auf- und Abfahrten oder Berechnung der Auslastung: Was entspricht meinen Bedürfnissen am besten?


All diese Technologien können sich je nach den Bedürfnissen der Verkehrsbetreiber ergänzen.

Die manuelle Zählung und die Zählung an den Türen sind die von den Verkehrsbetrieben am häufigsten verwendeten Methoden... Allerdings sind sie nicht immer die für sie am besten geeigneten. Denn nicht alle Technologien sind für alle Anforderungen geeignet!


Wie oben erläutert, können diese Systeme schnell sehr kostspielig und komplex in städtischen Netzen zu installieren sein.


Warum ist die Scan-Technologie die ideale Lösung für die Fahrgastzählung im öffentlichen Nahverkehr?


Die von Affluences patentierte Scan-Technologie ist in der Lage, Passagiere durch die Fenster der U-Bahn zu scannen, um so die Auslastung zu ermitteln und den Fahrgästen mitzuteilen, damit sie sich besser auf dem Bahnsteig verteilen können.


Wie berechnet der intelligente Videoscan die Auslastung in Echtzeit?

  1. Zunächst wird die Auslastung an jeder U-Bahn-Tür mithilfe von direkt am Bahnsteig installierten Videosensoren gemessen. Das Prinzip ist dasselbe wie wenn Ihre Fahrgäste auf dem Bahnsteig stehen und die U-Bahn an ihnen vorbeifährt: Sie sehen durch die Fenster, ob die U-Bahn voll ist oder nicht. Der Sensor funktioniert genau so: Er erkennt die U-Bahn, wenn sie den Bahnhof verlässt, rekonstruiert die Anordnung der Türen und Fenster der U-Bahn und schätzt die Auslastung durch die Fenster.

  2. Anschließend kann sie die Auslastung jedes Gates an die nächste Station weiterleiten. Für die Übermittlung dieser Informationen kommen verschiedene Kanäle in Frage: über LED-Leuchten über jeder Tür, auf Bildschirmen auf dem Bahnsteig, über eine App usw. Auf diese Weise können Sie die Fahrgastinformationen für eine bessere Verteilung auf dem Bahnsteig bereitstellen, was den Komfort und den Alltag Ihrer Nutzer erheblich verbessert!

  3. Schließlich werden Ihnen die Daten auch intern zur Verfügung gestellt, damit Sie im Falle eines Zwischenfalls sofort und effizient eingreifen und anschließend Ihre Passagierströme besser verstehen und verwalten können, um Ihren Transportplan anzupassen.


Comptage de passagers dans les transports par scan


Es handelt sich um eine wahre Revolution für den Transportsektor, da seine intelligente Videotechnologie es ermöglicht, die Probleme anderer Geräte zu lösen. Die Zuverlässigkeit der Lastverteilung in den Zügen ist sehr hoch und entspricht einer menschlichen Schätzung! Die Daten sind präzise und in Echtzeit dank eines konstanten 3G/4G-Netzes verfügbar, da die Sensoren auf dem Bahnsteig und nicht direkt in den Verkehrsmitteln angebracht sind. Schließlich setzt der Algorithmus seine Zählung zwischen jeder erfassten U-Bahn zurück, sodass es zu keiner Fehlerkumulierung kommt und die Daten über die Zeit hinweg stabil sind.


Die intelligente Video-Scan-Technologie unterscheidet sich von anderen Technologien durch ihre verbesserte Leistung, die den Grundsätzen der CNIL entspricht, da die Bilder nicht gespeichert und ausschließlich zu Zählungszwecken verwendet werden!


Anwendungsfall in der Metro: Versuch zur Fahrgastzählung in Lyon.


Die Nutzer der Lyoner U-Bahn können nun in Echtzeit die Auslastung der U-Bahn-Züge bei der Anfahrt zur Station Sans Souci (Linie D, Richtung Vaise) abrufen. Das Start-up-Unternehmen Affluences hat dort ein LED-System (grün, orange, rot) installiert, das den Fahrgästen einige Sekunden vor dem Einfahren der U-Bahn in den Bahnhof die Auslastung der Züge anzeigt, damit sie sich optimal auf die Züge verteilen können. Zu diesem Zweck wurde ein Videozähler (mit Scan-Technologie) in der Station Monplaisir-Lumière installiert, um die Auslastung an Bord zu messen und diese Information an die nächste Station Sans Souci weiterzuleiten.



Comptage de voyageurs dans le métro à Lyon

Anwendungsfall: Messung der Auslastung im Außenbereich des Straßenbahnnetzes von Straßburg.


Die Anpassung der Video-Scan-Zähltechnologie an Außenumgebungen stellt eine große technische Herausforderung dar (schwankende Lichtverhältnisse, Reflexionen, Geschwindigkeit).

In den Jahren 2025 und 2026 arbeitete die Compagnie des Transports Strasbourgeois (CTS) mit Affluences zusammen, um diese Echtzeit-Analyselösung in ihrem Straßenbahnnetz einzusetzen, mit messbaren Ergebnissen hinsichtlich des Nutzerverhaltens.


Comptage dans le tram

Phase 1 des Scan-Projekts in Straßburg im Jahr 2025: Validierung des Algorithmus und Nutzer-Feedback.


Das ursprüngliche Ziel bestand darin, die Zuverlässigkeit der Zählung im Außenbereich zu bestätigen und die Akzeptanz der Nutzer zu testen. Um die Auslastung der Straßenbahnen beobachten und analysieren zu können, wurde zunächst ein „Scan”-Sensor auf dem Bahnsteig der Haltestelle Etoile Bourse in Richtung Stadtzentrum installiert.




Die Zuverlässigkeit des Systems wird doppelt überprüft, und zwar durch eine Videoauswertung, die vom Affluences-Algorithmus und menschlichen Gutachtern der CTS verglichen wird, sowie durch Konsistenzprüfungen, die von letzteren vor Ort durchgeführt werden.


Die Echtzeitanalyse der Auslastung der Züge, die von Étoile Bourse kommen und sich der Station Porte de l'Hôpital nähern, wird direkt über eine von Affluences bereitgestellte Webseite zugänglich gemacht.


Die Fahrgäste können den QR-Code auf dem speziellen Plakat in der Station scannen, um auf den Inhalt zuzugreifen. Sie können dann in voller Kenntnis der Sachlage ihre Position in Bezug auf den heranfahrenden Zug anpassen.


Comptage voyageur par scan à Strasbourg

Wichtigstes Ergebnis: Der Zugang zu diesen Vorhersagedaten hat direkte Auswirkungen, da 66 % der Reisenden (2 von 3) angeben, dass sie ihren Standort auf dem Bahnsteig anpassen oder auf den nächsten Zug warten, je nach der angekündigten Auslastung.


Phase 2 des Scan-Projekts in Straßburg im Jahr 2026: Einführung auf BIV-Bildschirmen


Aufgrund des Erfolgs der ersten Phase wurde das System direkt in die Standardkommunikationsinstrumente des Netzes integriert.

Der Zähler wird zur Station Rotonde verlegt, um die Besucherzahlen am Hauptbahnhof anzuzeigen.


Die von Affluences generierten Auslastungsdaten werden nun direkt an die Fahrgastinformationsanzeigen (BIV) der Station weitergeleitet und dort angezeigt, wodurch der Zugang zu Informationen auch ohne Smartphone möglich ist.


Sie interessieren sich für die Technologie der Passagierzählung per Scan und möchten mehr darüber erfahren? Kontaktieren Sie uns!


Häufig gestellte Fragen: Zählung und Fahrgastinformation im Verkehrswesen


Welche Technologie ist die zuverlässigste, um die Auslastung öffentlicher Verkehrsmittel zu messen?

Die von Affluences patentierte Technologie per Videoscan vom Bahnsteig aus ist heute eine der zuverlässigsten Lösungen. Im Gegensatz zur WLAN-Zählung oder Infrarotsensoren an den Türen analysiert sie die Auslastung durch die Fenster der Züge (U-Bahn oder Straßenbahn) in Echtzeit. Ihre Genauigkeit entspricht einer menschlichen Schätzung und unterliegt keinen kumulativen Fehlern, da sich der Algorithmus bei jeder Zugfahrt zurücksetzt.

Ist die Zählung per Video-Scan mit der DSGVO und der CNIL konform?

Ja, die Technologie von Affluences entspricht strikt den Richtlinien der CNIL und der DSGVO (Privacy by Design). Die intelligenten Videosensoren schätzen die Anzahl der Fahrgäste, ohne jemals Bilder oder biometrische Daten aufzuzeichnen, zu speichern oder zu übertragen. Die Videostreams werden lokal verarbeitet und sofort in anonyme statistische Daten zur Auslastung umgewandelt.

Funktioniert das Video-Scan-System im Außenbereich eines Straßenbahnnetzes?

Auf jeden Fall. Die Technologie passt sich den äußeren Bedingungen (wechselnde Lichtverhältnisse, Reflexionen, Geschwindigkeit) an. Eine erfolgreiche Einführung erfolgte 2025 und 2026 in Zusammenarbeit mit der CTS (Compagnie des Transports Strasbourgeois). Mit Hilfe von Zählern, die an den Haltestellen Étoile Bourse und Rotonde installiert wurden, konnte die Auslastung der Straßenbahnen mit einer durch doppelte menschliche und algorithmische Überprüfung zertifizierten Zuverlässigkeit gemessen werden.

Wie wirkt sich die Anzeige der Auslastung auf das Verhalten der Reisenden aus?

Die Anzeige der Auslastung in Echtzeit (über LEDs, QR-Codes oder Fahrgastinformationssäulen) ermöglicht eine bessere Verteilung der Passagierströme auf den Bahnsteigen. Gemäß den im Straßenbahnnetz der Eurometropole Straßburg gemessenen Daten passen 66 % der Fahrgäste (d. h. 2 von 3) ihr Verhalten an (Änderung der Position auf dem Bahnsteig oder Warten auf den nächsten Zug), wenn sie Zugang zu Informationen über die bevorstehende Auslastung haben.


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